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Der Begriff „Ehrenamt“ kann synonym mit weiteren Begriffen wie bürgerschaftliches Engagement, Bürgerengagement, gesellschaftliches Engagement, Bürgerarbeit, Freiwilligenarbeit oder auch freiwilliges Engagement verwendet werden. Im Alltag verwenden die meisten Menschen den Begriff „Ehrenamt“.

Ein Ehrenamt kann von Menschen unterschiedlichen Alters ausgeübt werden: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und auch Senioren engagieren sich in Deutschland regelmäßig für einen guten Zweck. Es heißt, dass sie eine Tätigkeit freiwillig und ohne unmittelbare Gegenleistung erbringen. Diese Tätigkeit, oder Arbeit, kommt einzelnen Personen, Gruppen oder der Allgemeinheit zu Gute. In der Regel bekommen die Menschen kein Geld für ihre Tätigkeit.

Es gibt viele Möglichkeiten und Bereiche ein Ehrenamt auszuüben. Wichtig ist, dass die Menschen einen Bereich finden der ihnen Spaß macht und Freude bringt. Die Bereiche Sport, Kultur, Musik, Soziales, Umwelt- und Naturschutz, Bildung, Politik, Kirchen und Unfall- und Rettungsdienste, sind nur einige Bereiche in denen ein Ehrenamt möglich ist.

Wichtig ist, dass ein Ehrenamt keine hauptamtliche Arbeit ersetzen darf. Das heißt, dass eine Arbeit, für die ein Arbeitgeber eine Person bezahlen muss, nicht von einem ehrenamtlichen Helfer übernommen werden darf. Ein Mechaniker kann also nicht ehrenamtlich für eine KFZ-Werkstatt Autos reparieren.

Eine weitere Abgrenzung zum Ehrenamt ist, die Nachbarschaftliche Hilfe. Hilfe und Unterstützung, die eine Person in der eigenen Nachbarschaft leistet, wird als nachbarschaftliches Engagement bezeichnet. 

Es gibt viele Informationsportale im Internet, bei denen die Suche nach einem Ehrenamt möglich ist. Hier werden wir die wichtigsten Portale für den Kreis Borken aufführen und weitere Links für Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stellen.

Da der Kreis Borken ein flächengroßer Kreis ist, gibt es verschiedene Ansprechpartner zum Thema Ehrenamt. Es gibt Freiwilligenagenturen, bei denen sich Menschen melden können, die eine Ehrenamt suchen. Hier sprechen sie mit einem Koordinator oder einer Koordinatorin, die sie in ein Ehrenamt vermitteln können.

Es gibt im Kreis Borken mehrere Freiwilligenagenturen: in Ahaus, Bocholt, Borken, Gronau und Rhede. Neben den Freiwilligenagenturen gibt es verschiedene soziale Einrichtungen, kirchliche Träger und Wohltätigkeitsverbände, bei denen ein Ehrenamt ausgeübt werden kann. Auf der Karte finden sie verschiedene Ansprechpartner. Unter dem Menüpunkt Links können Sie die Webseiten der verschiedenen Organisationen besuchen. Falls Sie einer Organisation angehören und auf der Karte oder in den Verlinkungen genannt werden möchten, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. 

„Dem athenischer Politiker und Feldherr Perikles (um 500 – 429 v. Chr.) wird der Satz zugeschrieben „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“. Auch in Deutschland hat das Bürgerschaftliche Engagement und Ehrenamt eine lange Tradition. Die politische Mitbestimmung des städtischen Bürgertums wurde erstmals in der Preußischen Städteordnung von 1808 festgeschrieben. Damit wurde vor über 200 Jahren die Grundlage für die kommunale Selbstverwaltung gelegt. Bürger der Städte konnten nach dieser Verordnung zur Übernahme öffentlicher Stadtämter verpflichtet werden, ohne dafür Entgelt beanspruchen zu können.

In dieser Tradition stehen vergleichbare Ehrenämter: Schöffen vor Gericht; Betriebs- und Personalräte in Unternehmen und Verwaltungen, Vereinsvorstände, Freiwillige Feuerwehr, Technischer Hilfsdienst, DLRG, Kirchengemeinderäte und andere mehr. In all diesen Feldern werden genau umrissene gemeinschaftliche Anliegen von auf eine bestimmte Zeit gewählten Amtsträgern unentgeltlich oder gegen Aufwandsentschädigung wahrgenommen.

Allerdings hat der gesellschaftliche Wandel, auch das Ehrenamt erfasst. Allenthalben wird ein Rückgang des Ehrenamtes beklagt, abzulesen an der Mitgliederentwicklung großer Organisationen. Vereine im Sport oder im kulturellen Umfeld finden kaum mehr Engagierte, die ehrenamtliche Vorstandsfunktionen übernehmen wollen; Parteien und Gewerkschaften haben deutlich an Mitgliedern und damit an freiwillig Engagierten verloren.

Die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu engagieren, ist jedoch weiterhin vorhanden und zeigt sich unter anderem im bürgerschaftlichen Engagement. Die Unterschiede zum herkömmlichen Ehrenamt zeigen sich deutlich. Während das "klassische" Ehrenamt in Organisationen erfolgt, bestimmt das individuelle Interesse an den Inhalten der Arbeit das neue Engagement. So sind auch die Mitgestaltung an Inhalt, Umfang und Dauer der freiwilligen Arbeit bedeutsame Motive für das Engagement. Ebenso erfolgt die Mitwirkung an Initiativgruppen, Projekten und Aktionen, was die Dauer und den Umfang angeht, selbstbestimmt.“

Quelle: http://www.buergerengagement.de/engagiertes_land/engagementlandschaft/ursprung_des_engagements/__Ursprung-des-Engagements.html. Autor: Unbekannt. 15.01.2018.

Ein Ehrenamt bietet Ihnen die Möglichkeit andere Menschen kennenzulernen, die gleiche oder ähnliche Interessen haben. Ehrenamtliches Engagement erlaubt Ihnen sich sinnvoll und gezielt für einen guten Zweck einzusetzen.

Eine ehrenamtliche Tätigkeit kann Ihnen dabei helfen einen Bereich kennenzulernen, in dem sie vielleicht beruflich tätig werden möchten. Viele potenzielle Arbeitgeber finden ein Ehrenamt positiv. Wenn Sie bereits ehrenamtlich tätig sind, können Sie sich von Ihrem Ansprechpartner eine Bescheinigung ausstellen lassen und diese einer Bewerbung für einen Arbeitsplatz beifügen. Auch für einen Studienplatz, kann ein Ehrenamt positive Auswirkungen haben. 

Sie möchten sich ehrenamtlich engagieren? Am besten sprechen Sie mit jemandem, der sich in Ihrem Ort gut auskennt. Diese Anlaufstellen beraten Sie:

  • Ahaus: Freiwilligenagentur Handfest
  • Bocholt: Freiwilligenagentur Bocholt - Rhede - Borken
  • Borken: Freiwilligenagentur Bocholt - Rhede - Borken
  • Gescher:
  • Gronau: mach mit! Freiwilligenzentrale Gronau e.V. 
  • Heek
  • Heiden:
  • Isselburg
  • Legden
  • Raesfeld
  • Reken
  • Rhede: Freiwilligenagentur Bocholt - Rhede - Borken
  • Schöppingen
  • Stadtlohn
  • Südlohn
  • Velen
  • Vreden

 

 

 

Egal ob Sie sich langzeitig oder projektgebunden engagieren wollen: Regelmäßigkeit ist eine der Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Ehrenamt. Den Umfang der Regelmäßigkeit können sie mit Ihrem Ansprechpartner ausarbeiten.

Da Sie in einem Ehrenamt mit anderen Menschen arbeiten werden, ist es wichtig kommunikationsbereit zu sein. Hier ist es nicht wichtig, perfektes Deutsch zu sprechen, sondern offen und tolerant anderen Menschen gegenüber zu sein.

Bei einem Ehrenamt ist es nicht wichtig einen Führerschein haben. Es genügt, dass Sie zum Einsatzort gelangen, egal ob mit Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Bus. Wenn Sie kein Führerschein haben, macht es Sinn sich ein Ehrenamt in Wohnortsnähe zu suchen. 

Es gibt viele regionale und überregionale Fort- und Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche. Einige werden in der Organisation oder dem Verein angeboten, in dem Sie tätig sind, andere werden von Freiwilligenagenturen oder Wohlfahrtsverbänden angeboten. Auch Städte und Gemeinden bieten Fortbildungen zu bestimmten Themen an. Einige Fortbildungen sind kostenlos, andere sind kostenpflichtig. Falls ein Angebot kostenpflichtig ist, sprechen sie mit Ihrem Vorgesetzten über eine Kostenübernahme. Da Sie ihre Tätigkeit bereits unentgeltlich ausüben, sollten sie keine Auslagen haben.

Im Menü finden Sie unter Externe Links verschiedene Seiten, die Angebote zur Fort- und Weiterbildung anbieten. 

Die Unterstützungsangebote liegen bei dem Träger Ihres Ehrenamtes und variieren. Es ist jedoch üblich, dass regelmäßige Austauschtreffen angeboten werden. Bei diesen Austauschtreffen, lernen Sie andere Ehrenamtliche kennen und können sich im Rahmen der Datenschutzlinien über Ihre Tätigkeit austauschen.

Zu Beginn eines jeden Ehrenamtes sollten sie eine Einführung erhalten. In dieser Einführung besprechen Sie die Rahmenbedingungen Ihrer Tätigkeit. Dort erhalten Sie unterstützende Informationsmaterialien und sollten, im Idealfall, eine Ehrenamtsvereinbarung unterschreiben. Die Vereinbarung dient zeitgleich als Versicherungsschutz und -nachweis, für den Fall, dass Sie während Ihrer Tätigkeit einen Unfall haben.

Bei Fragen zu spezifischen Angeboten, sprechen Sie Ihre Kontaktperson an. 

Die wichtigste Abgrenzung liegt zwischen Haupt- und Ehrenamt. Ein Ehrenamt kann nie ein Hauptamt ersetzen. Im Klartext bedeutet dies, dass ein ehrenamtlicher Helfer nie die Aufgaben eines hauptamtlichen Mitarbeiters oder eines Angestellten übernehmen darf. Auch heißt es, dass ein Ehrenamtler nie eine Tätigkeit übernehmen darf, für die ein Arbeitgeber eine Person fest einstellen und bezahlen muss. Hierbei ist es egal, ob es sich um eine geringfügige Beschäftigung oder um eine Teil- oder Vollzeit Beschäftigung handelt. Ein ehrenamtlicher Helfer kann unterstützend zu einer hauptamtlichen Stelle tätig werden.

Bevor Sie ehrenamtlich Tätig werden sollten Sie sich überlegen in welchem Umfang Sie tätig werden wollen. Hier geht es also um die Abgrenzung zwischen Ehrenamt und Freizeit. Schauen Sie für sich wie viel Zeit Sie investieren möchten und halten sich an Ihre eigenen Vorgaben. Dies kann eine Überlastung zu verhindern und dabei helfen Ihr Ehrenamt so erfolgreich und angenehm wie möglich zu gestalten.

Vor Beginn Ihrer Tätigkeit sollten Sie sich auch überlegen, ob Sie Ihre private Telefonnummer rausgeben. Falls Sie Ihre Telefonnummer an Klienten rausgeben, kann es sein, dass diese Sie auch außerhalb Ihrer Dienstzeiten kontaktieren und Sie sich in Ihrer Privatsphäre gestört fühlen.

Sie sollten sich auch vor Beginn Ihrer Tätigkeit überlegen, ob Sie Menschen im Rahmen Ihrer Tätigkeit im eigenen PKW transportieren. Sprechen Sie mit Ihrem Koordinator, ob Sie und Ihr PKW im Schadensfall versichert sind und lassen Sie sich Fahrtkosten, so wie andere Auslagen erstatten.

Eine andere Grenze im Ehrenamt können Konflikte sein. Konflikte sind im Umgang mit anderen Menschen vollkommen normal und lassen sich in der Regel schnell aufklären. Wenn Konflikte jedoch eskalieren, überschreiten Sie den ehrenamtlichen Rahmen. Sie sollten vor Beginn Ihrer Tätigkeit mit Ihrer Ansprechperson ausarbeiten, wie Sie mit Konflikten im Ehrenamt umgehen. Wichtig ist, dass Sie mit Ihrem Ansprechpartner im regelmäßigen Austausch bleiben um eventuelle Problemlagen zu besprechen. Akute Situationen sollten Sie, zu Ihrer eigenen Sicherheit und der Ihrer Klienten, sofort melden und sich Unterstützung holen.

Rahmenbedingungen des freiwilligen Engagements für Schutzsuchende
Datenschutz? Sorgfaltspflicht? Versicherungsschutz? Auch im freiwilligen Engagement gibt es Standards und Regelungen, die rechtlich oder ethisch begründet sind. Die folgende "Basisinformation" des Informationsverbunds Asyl und Migration beschäftigt sich mit den Fragen, die sich im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements besonders häufig stellen.

Kostenloser Download unter: http://www.asyl.net/fileadmin/user_upload/redaktion/Dokumente/Publikationen/Basisinformationen/Basisinf_4fin.pdf

Wenn Sie für eine Organisation oder einen Verein ehrenamtlich tätig sind, sind Sie in der Regel über diesen auch versichert. Ihr zuständiger Ansprechpartner sollte den Versicherungsschutz mit Ihnen vor Beginn der Tätigkeit besprechen. Im Regelfall sind Sie auf dem direkten Hinweg, während der Tätigkeit und auf dem direkten Rückweg von ihrer Tätigkeit versichert. Private Gegenstände wie Handys sind oft nicht versichert. Hilfsmittel hingegen, wie eine Brille zum Beispiel, sind versichert. In Organisationen ist es oft so, dass ehrenamtliche Helfer während ihrer Tätigkeit den selben Versicherungsschutz genießen, wie hauptamtliche Mitarbeiter. 

Was ist aber, wenn eine Person außerhalb einer Organisation ehrenamtlich tätig ist? Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Ratgeber „Zu Ihrer Sicherheit – Unfallversichert im freiwilligen Engagement“ herausgegeben. Hier werden alle wichtigen Fragen zum Thema Versicherungsschutz im Ehrenamt beantwortet. Zu dieser Thematik gibt es auch ein Bürgertelefon, wo Sie sachkundigen Mitarbeitern Fragen zum Thema Versicherung im Ehrenamt stellen können. Die Telefonnummer lautet 030 221 911 002 und steht von Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr zu ihrer Verfügung. Unter der Menüoption Externe Links verweisen wir auf die Seite des Ministeriums für Arbeit und Soziales, wo Sie sich diese Publikation und andere im Detail anschauen können. 

www.buergergesellschaft.de/downloads/ www.test.de/Hilfe-fuer-Fluechtlinge-Den-Heimatlosen-helfen-aber-wie-4909165-4909170/ www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/Kontext/FAQ-Ehrenamt/index.html

Wenn Ehrenamtliche mit ihrem privaten KFZ schuldhaft einen Schaden verursache,
dann besteht eine Ersatzpflicht gegenüber Dritten! Dritte können Unfallbeteiligte, Eigentümer von Sachen (Leitplanken o.ä.) aber auch Mitfahrende im eigenen PKW sein. Diese Schäden werden über die jeweilige KFZ-Haftpflicht-Versicherung der Ehrenamtlichen abgewickelt - eventuell mit der Konsequenz einer Beitragshöherstufung.

Nein, dies ist nicht notwendig. Es ist jedoch zu empfehlen, da Sie während Ihrer Tätigkeit über eine Organisation versichert sind. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie keine eigene Haftpflichtversicherung haben.

Sie können aber selbstverständlich auch ein Ehrenamt ausüben, ohne einer Organisation oder einem Verein anzugehören. Sie sollten für sich die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten klar haben. 

Das hängt immer von der Organisation und Ihrer Tätigkeit ab. Viele Träger verlangen ein polizeiliches Führungszeugnis, genauso wie sie es von Ihren hauptamtlichen Mitarbeitern verlangen. Gerade bei der Arbeit mit besonders schutzbedürftigen Personen sollten Sie davon ausgehen das ein Führungszeugnis von Ihnen verlangt wird.

Im Ehrenamt entstehen keine Kosten für Führungszeugnis für Sie. Mit Ihrem Koordinator zusammen können Sie ein Formular Ihrer jeweilig zuständigen Kommune oder Stadt ausfüllen, welche die Kosten übernimmt.

Aufwandsentschädigungen werden in der Regel nicht gezahlt. Tatsächlich entstandene Kosten/Auslagen (z. B. Fahrtkosten, Parkgebühren, Kopiergeld) sollten von Seiten der Kommune bzw. der Organisation, für die man ehrenamtlich tätig ist, erstattet werden. Es ist ratsam, diese Frage vor Aufnahme der ehrenamtlichen Tätigkeit zu klären. Hier besteht jedoch kein rechtlicher Anspruch.

 

www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Gefluechtete/Kontext/FAQ-Ehrenamt/index.html