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Anerkennung als Flüchtling (Genfer Flüchtlingskonvention) (§ 3 Abs. 1 AsylG)

Wer?

Auf Basis der Genfer Flüchtlingskonvention gelten Menschen als Flüchtlinge, die sich aus begründeter Furcht vor Verfolgung von staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren aufgrund ihrer

  • Rasse (der Begriff "Rasse" wird in Anlehnung an den Vertragstext der Genfer Flüchtlingskonvention verwendet),
  • Nationalität,
  • politischen Überzeugung,
  • religiösen Grundentscheidung oder
  • Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe (als bestimmte soziale Gruppe kann auch eine Gruppe gelten, die sich auf das gemeinsame Merkmal der sexuellen Orientierung gründet)

außerhalb ihres Herkunftslands befinden und sie den Schutz ihres Herkunftslands nicht in Anspruch nehmen können oder aufgrund der begründeten Furcht nicht in Anspruch nehmen wollen.

Rechtliche Grundlagen und Folgen

  • Befristete Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre
  • Niederlassungserlaubnis nach drei oder fünf Jahren möglich, wenn weitere Voraussetzungen, wie etwa die Sicherung des Lebensunterhalts sowie ausreichende Deutschkenntnisse, erfüllt sind.
  • unbeschränkter Arbeitsmarktzugang - Erwerbstätigkeit gestattet
  • Anspruch auf Familiennachzug
  • Reisen ins Ausland (aber nicht ins Herkunftsland!) sind möglich
  • Wohnsitzauflage für 2 Jahre ab Anerkennung (Ausnahmeregelungen sind möglich)

Nächste Schritte

  • Melden Sie sich bei der Ausländerbehörde.
  • Stellen Sie einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis beim Rathausservice (Formulare liegen dort vor)
  • Warten Sie auf den Bescheid aus Borken. Diesen bekommen Sie, wenn der biometrische Ausweis abgeholt werden kann.
  • Auch Arbeiten ist möglich. Wenn Sie Ihren Unterhalt noch nicht selbstständig verdienen, müssen Sie sich beim Jobcenter anmelden. Informationen dazu bekommen Sie im Jobcenter ihrer Gemeinde.
  • Wenn Sie noch keine Krankenversicherung haben, müssen Sie sich informieren, welche Krankenkasse für Sie passt und dies beim Jobcenter angeben.
  • Wenn Sie noch keinen Integrationskurs besucht haben, können Sie sich jetzt hierfür anmelden. 
  • Sie können Sozialleistungen beantragen. Informationen bekommen Sie bei der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer.
  • Informieren Sie sich über Versicherungen (Haftpflichtversicherung!!!)